Die nächste Heimniederlage der HammStars lässt das Ziel Playoffs in weite Ferne rücken. Vor toller Kulisse von ca. 300 Zuschauern unterlagen die Hammer dem SV Haspe 70 am Samstagabend mit 73:93 (20:21 / 20:17 / 17:20 / 16:35).
Dabei war das Umfeld angerichtet für einen besonderen Basketballabend: Zahlreiche Einlaufkinder der Hellwegschule Hamm bildeten die Einlaufgasse für die HammStars und sorgten für strahlende Gesichter auf dem Parkett. Zuvor hatte der Hammer Schlagersänger Midoo das Publikum musikalisch abgeholt und die Halle in seine Schlagerwelt entführt. Die Stimmung war da – sportlich konnten die HammStars diese jedoch nicht in Zählbares ummünzen.
Über weite Strecken präsentierte sich das Spiel offen. Drei Viertel lang hielten die HammStars gut dagegen, agierten phasenweise jedoch unkonzentriert, fahrig und nachlässig. Spätestens im Schlussabschnitt glitt die Partie dann endgültig aus der Hand. Das letzte Viertel ging mit 16:35 klar an die Gäste aus Haspe, die die Fehler der Gastgeber konsequent bestraften und sich Punkt für Punkt absetzten.
Nach der Partie zeigte sich Headcoach Rosic sichtlich ernüchtert und sprach offen über die aktuelle Situation seines Teams: „Ich suche intensiv nach dem Weg, die Köpfe der Jungs frei zu kriegen. Wir können viel besser spielen als wir momentan zeigen. Die Blockade muss aus den Köpfen raus und da bin ich jetzt gefragt.“
Auch den Spielverlauf analysierte er kritisch und fand deutliche Worte: „Wir haben wieder einmal zuhause verloren. Dreiviertel der Spielzeit haben meine Jungs ein solides Spiel gezeigt, doch im letzten Viertel verlieren wir den Faden, treffen falsche Entscheidungen und bauen den Gegner auf. Am Ende fällt das Spiel zwar mit -20 zu hoch aus, aber wir haben erneut nicht den Turnaround geschafft. Vielleicht ist der Druck, die Playoffs unbedingt erreichen zu wollen, in den Köpfen zu groß – die Leichtigkeit fehlt, gerade in der Crunchtime machen wir zu viele unnötige Fehler. Den Druck müssen wir rausnehmen. Wir haben noch sechs Spiele und hoffen auf den einen oder anderen Punktgewinn.“
Die Emotionen kochten insbesondere ab Mitte des letzten Viertels hoch, als sich die Niederlage immer deutlicher abzeichnete. Nach zwei technischen Fouls musste Headcoach Rosic die Coaching-Zone verlassen, Assistant Coach Janzen übernahm in der Schlussphase. Am verdienten Sieg des SV Haspe 70 änderte dies jedoch nichts.
Statistisch schickten die HammStars zehn Spieler aufs Feld, vier Akteure punkteten zweistellig. Auffällig war jedoch vor allem der klare Nachteil unter den Körben: Haspe dominierte die Rebounds deutlich mit 49:29 und verschaffte sich dadurch zahlreiche zweite Chancen.
Hamm spielte mit Rosic, Philipp, Tymm, Kirsch, Gravina, Lawani, Abdirizaak, Davis, Galiano, Serra Bachs.
Insgesamt bleibt der Saisonverlauf für die HammStars bislang enttäuschend und hinter den Erwartungen zurück. Der Blick geht bereits über die Saison hinaus, wie Rosic betonte: „Wir müssen jetzt schauen, dass wir uns im Team wieder zusammenfinden, den Druck aus den restlichen Partien rausnehmen und wieder Freude am Spiel gewinnen. Die Qualität im Team ist ja da, wir haben es bisher aber nicht geschafft, daraus Kapital zu ziehen.“
Sechs Spiele bleiben noch – mit der Hoffnung, sportlich wie mental wieder zusammenzufinden und den Fans in Hamm zumindest versöhnliche Momente auf dem Parkett zu schenken.




