Ergebnis: 54:69 (20:24 / 10:12 / 8:13 / 16:20)
Die HammStars haben vor heimischem Publikum erneut einen bitteren Abend erlebt. Vor rund 250 Fans in der Halle setzte es gegen den DTV Basketball Köln eine verdiente 54:69-Niederlage – und damit die nächste Heimschlappe, die das Team sichtbar beschäftigt.
Dabei begann die Partie vielversprechend. Mit gutem Zusammenspiel und hoher Energie legten die HammStars einen 7:0-Start hin und sorgten früh für Hoffnung auf den Rängen. Doch Köln ließ sich davon nicht beeindrucken, fand ab der dritten Spielminute besser in die Partie und drehte das Spiel mit sicherem Distanzwurf. Zwar konterte Marko Rosic einen Kölner Dreier postwendend ebenfalls von außen, dennoch ging Deutz mit einem kleinen Vorsprung aus dem ersten Viertel. Was folgte, war ein echtes Low-Score-Game: nervöse Phasen, unnötige Ballverluste und viele vergebene Chancen prägten das Geschehen. Die Wurfquoten der HammStars blieben deutlich unter den eigenen Ansprüchen – nur 18 Prozent von der Dreierlinie und ausbaufähige 25 Prozent bei den Zweiern. Zur Pause lag Hamm mit 30:36 zurück, noch in Reichweite, aber ohne echten offensiven Rhythmus.
Das sonst so starke dritte Viertel wurde diesmal zum Knackpunkt. Die HammStars fanden keinen Weg, den Rückstand zu verkürzen, erzielten lediglich acht Punkte und wirkten in vielen Aktionen überhastet. Köln nutzte das konsequent und setzte sich auf elf Zähler ab. Im Schlussabschnitt blitzten zwar noch einmal spielerische Momente auf, doch echte Antworten auf die Angriffe der Gäste fand das Team nicht mehr.
Headcoach Ivan Rosic zeigte sich nach der Partie entsprechend ernüchtert: „Das war eine weitere unnötige Heimniederlage. Irgendwie kriegen wir es zuhause nicht hin, das Spiel zu gewinnen.“ Besonders schmerzten ihn die ausgelassenen Chancen: „Wir haben wieder viele einfache Korbleger vorbeigeworfen, insbesondere auch in der Phase, als wir die Chance hatten, zurückzukommen.“ Trotz seiner Erfahrung bleibt das Heimproblem für ihn schwer greifbar. Mit einem Augenzwinkern sagte er: „Spiele vor eigenem Publikum sollten besonders motivieren. Dieses Team scheint anderer Meinung zu sein“, betonte aber gleichzeitig, dass man die Heimspiele mental wieder als Vorteil begreifen müsse.
Positiv hervorzuheben war die Reboundarbeit von Fabio Galiano, der mit 17 Rebounds (9 offensiv, 8 defensiv) unter den Körben ackerte. Schwer hatte es hingegen Finn-Luca Philipp, den Köln nahezu komplett aus dem Spiel nahm. Zudem wird die personelle Situation durch den Abgang von Faris Verlasevic in der Winterpause nicht einfacher – die sportliche Leitung arbeitet bereits an Verstärkungen.
HammStars: Gerdas Malukas 2, Marko Rosic 14, Finn-Luca Philipp 3, Ronay Tamm, Marcel Kirsch 12, Euproprio Gravina, Abdi Abdirizaak 7, Fabio Galiano 8, Rafail Totska, Enrique Serra Bachs 8
Der Blick geht nun nach vorne. Ab Montag steigt das Team wieder voll ins Training ein, um sich auf das schwere Auswärtsspiel bei Aufstiegskandidat BBA Hagen vorzubereiten. Rosic sieht darin auch eine Chance: „Hagen ist klarer Favorit – und genau deshalb können wir dort befreit aufspielen.“




